25.06.2017 – Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei

Sieben Tage lang haben wir nun verschiedene Themenbereiche aus der Arbeit von Feuerwehr und Polizei vorgestellt. Heute verabschieden wir uns mit einem vorerst letzten Teil, der uns trotz seiner Position am Ende der Serie aber nicht weniger am Herzen liegt.

Sie brauchen Hilfe? Wir kommen! Doch wohin?

Hausnummern – Damit Hilfe ankommt
Ein Notruf geht ein. Egal ob bei der Rettungsleitstelle oder der Leitstelle der Polizei – noch während des Telefonates schicken die Einsatzsachbearbeiter die Einsatzkräfte auf den Weg. Im besten Fall können die Anrufer ihren Standort übermitteln, eine Straße und Hausnummer benennen und damit einen genauen Ort, an dem Hilfe benötigt wird.

Die richtige Straße ist dank der zum Standard gewordenen Navigationssystemen in den Einsatzfahrzeugen schnell gefunden. Doch dann wird es spannend. Manchmal zugewachsen, an uneinsehbaren Stellen angebracht, im Dunkeln unbeleuchtet, kaum noch lesbar oder gar nicht vorhanden – Hausnummern sind für Einsatzkräfte wichtig, um schnell den richtigen Ort für ihre Hilfeleistung zu finden. Leider sind die Hausnummerierungen in einer Straße nicht immer gänzlich logisch aufgebaut und so kann das Fehlen oder die schlechte Erkennbarkeit von Hausnummern das Erreichen des Einsatzortes um vielleicht entscheidende Minuten verzögern.

Im eigenen Interesse
Das Baugesetzbuch (Paragraph 126) verpflichtete Hauseigentümer zum Anbringen einer Hausnummer. Darüber hinaus verweist es bei der Ausgestaltung der Nummerierung auf landesrechtliche Vorschriften. Diese fallen recht verschieden aus, sind in den Gemeindesatzungen geregelt und können beim örtlichen Bauamt beziehungsweise in der Gemeindesatzung nachgelesen werden. Doch ganz ab von jeglicher Pflicht und Regelung sollte Hauseigentümer daran gelegen sein, Hausnummern so anzubringen, dass sie gut sichtbar sind und von Rettungskräften schnell erkannt werden können. Oft sind die schlichtesten Ausführungen dabei die besten: Die Hausnummer als Zahl, in gut lesbarer Größe, sich vom Hintergrund farblich abhebend, bestenfalls beleuchtet und von der Straße aus sichtbar angebracht.

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Gerade bei Neubauten
Klar, gerade die Feuerwehr im ländlichen Raum kennt sich gut aus und braucht meist keine Wegbeschreibung. Bis die Ortskunde in Neubaugebieten vorhanden ist, kann es jedoch einige Zeit dauern. Und da es gerade beim Bau häufig zu Unfällen kommt, sollte bereits am Rohbau in irgendeiner Form eine Hausnummer angebracht sein und sei es dick mit Farbe auf die Steine geschrieben. So können alle Hilfsdienste im hoffentlich nicht eintretenden Notfall schnell vor Ort sein.

Wissen Sie wo Sie sind?
Auf der Autobahn auf dem Weg in den Urlaub, im Wald bei einem Spaziergang oder zu Besuch bei Verwandten – Können Sie immer genau beschreiben, wo Sie gerade sind? Im Notfall kann dies entscheidend sein, damit Hilfe bei Ihnen schnell ankommt. Hier einige Anhaltspunkte zu Ihrer Orientierung:

  • Im Wald: Rettungspunkte sind in Karten bei den Rettungsleitstellen hinterlegt. Wenn Sie die Nummer nennen, kann Ihr Standort leicht bestimmt werden, siehe Foto:

    8 02 Rettungs. 400x400

  • Stationskilometer: Kleine weiße Schilder oder dreieckige „Kästchen“, sogenannte Käseecken am Straßenrand geben eine Orientierungshilfe an Kreis-, Land-, Bundesstraßen und auf Autobahnen. In regelmäßigen Abständen sind sie zu finden – achten Sie doch bei Ihrer nächsten Fahrt einmal darauf, siehe Beispielfotos:

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  • Landmarken: Eine große Firma in der Nähe, ein exponiert stehender Baum, Windräder auf dem Hügel oder eine Stromleitung über Ihnen – auch diese markanten Dinge können Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den Leitstellen bei einer Bestimmung Ihres Standortes helfen.

  • Geokoordinaten: Nutzen Sie Ihr Handy, um Ihren Aufenthaltsort zu benennen. Ihr Handy kann die Geokoordinaten Ihres Standortes anzeigen – dies sollten Sie in einer ruhigen Minute üben, um im Notfall schnell darauf zugreifen zu können.

 

Wir sind da, wenn Sie uns brauchen!

Sie haben Fragen zu den vorgestellten Themen? Wir versuchen Ihnen gerne weiterzuhelfen. Schreiben Sie uns eine Mail

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Quelle: Polizeipräsidum Mittelhessen in Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband Wetterau
Autoreninformation:     25.06.2017 | Sylvia Frech, Pressesprecherin | PPMH | Ac.